> Die Ausgangssituation

Im Zuge der Energiewende in Deutschland müssen die Stromnetze um- und ausgebaut werden, um die Veränderungen in der Stromerzeugungsstruktur netzseitig zu ermöglichen und eine gleichbleibende Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Das Stromübertragungsnetz steht vor folgenden Herausforderungen:

  • Stromtransporte (insbesondere Windenergie) vom Norden und Osten in die Lastschwerpunkte im Süden und Westen Deutschlands,
  • Transite durch europäischen Stromhandel,
  • weiter voranschreitender Ausbau und überwiegender Anschluss von EE-Anlagen in den Verteilnetzen und damit weitere Dezentralisierung der Stromerzeugung,
  • deutlicher Ausbau- und Innovationsbedarf zur Vermeidung von Überlastungen der Netzbetriebsmittel und Verletzungen der Spannungsgrenzen.

Vor diesem Hintergrund gilt es zu überprüfen, wie der sichere Betrieb des Stromversorgungssystems unter den neuen Voraussetzungen organisiert werden kann. Konventionelle Kraftwerke, die heute noch überwiegend die SDL-Vorleistungen für den stabilen Netzbetrieb bereitstellen, werden zukünftig in immer weniger Stunden am Netz sein. Es stellt sich die Frage, wie sich der Umfang, die Art und die Bereitstellung dieser Vorprodukte zur Sicherstellung ausgewählter SDL-Spannungshaltung und -Betriebsführung ändern müssen.