> Ergebnisse - Prozessbeschreibung

Das SysDL-Modul arbeitet in einem Takt von 15 min. Ein Zyklus beginnt durch das Empfangen neuer Messwerte und Schaltzustände aus dem Leitsystem des Verteilnetzbetreibers (VNB). Auf Basis der aktuellen Netztopologie und Messwerte beginnt die Berechnung der Blindleistungssollwerte für die dezentralen Erzeugungsanlagen (DEA). Die Berechnung beinhaltet eine State Estimation, die Prognose zukünftiger Einspeise- und Belastungszustände sowie die Optimierung für den aktuellen sowie die prognostizierten, zukünftigen Netzzustände.

 

Die State Estimation dient der Plausibilisierung der Messwerte sowie dem Berechnen von Ersatzwerten bei Messfehlern oder ungültigen Messwerten. Die Optimierung basiert auf dem gewählten Use Case sowie den seitens des Netzführers eingestellten Sollwerten für die Blindleistung bzw. Spannung am Netzverknüpfungspunkt VNB/ÜNB. Innerhalb der Optimierung ist auch eine (n-1)-Sicherheitsrechnung berücksichtigt. Für alle Berechnungen des SysDL-Moduls sind 5 min Berechnungszeit vorgesehen.

 

Als Ergebnis der Berechnung resultieren Blindleistungssollwerte für die teilnehmenden DEA. Nachdem diese Sollwerte durch das SysDL-Modul bereitgestellt und mittels grafischer Ausgabe an den Netzführer übermittelt sind, werden die Sollwerte vom Netzführer überprüft und in einem zweiminütigen Raster bei Bedarf in mehreren Schritten eingestellt. Die Aufteilung der Sollwertänderung auf mehrere Schritte erfolgt zum Vermeiden großer Blindleistungs- und Spannungssprünge. Bis zu Beginn des nächsten Zyklus verbleiben anschließend weitere vier Minuten, in denen die Einschwingzeit der Anlagen abgewartet wird. Anschließend kann anhand der neuen Messwerte das Ergebnis überprüft werden.