> Ergebnisse – Systemarchitektur Demonstrator

Für den Feldversuch des Forschungsprojektes kommt der Demonstrator zum Einsatz. Dieser besitzt eine Kopplung an die bestehenden Leitsysteme der Verteilnetzbetreiber, sodass zyklisch Netz- und Prozessdaten aus dem Leitsystem ausgekoppelt werden können. Eine vereinfachte Übersicht der Systemarchitektur ist folgend dargestellt:

 

 

Zentrales Element ist dabei ein Enterprise Service Bus (ESB), der als Schnittstelle zu den einzelnen Modulen fungiert. Aus der Netzleitstelle des VNB werden Netz- und Prozessdaten zyklisch ausgekoppelt. Zur Modellierung dieser Netzdaten wird das standardisierte Common Information Model (CIM) verwendet, die Objekte werden in der CIM-Datenbank (CIM-DB) gespeichert. Die in der CIM-DB gespeicherten Objekte bilden die Basis für alle weiteren Module und werden über den ESB nach Bedarf an diese übermittelt.

 

Die Berechnungen des Demonstrators erfolgen innerhalb des SysDL-Moduls. Dieses besteht aus den drei Teilmodulen zur State Estimation, Optimierung und Prognose. Diese Teilmodule sind jeweils separat an den ESB angebunden und erhalten ihre erforderlichen Eingangsdaten aus der CIM-DB. Weiterhin werden auch die jeweils aktuellen (Zwischen-)Ergebnisse der Berechnungen in die CIM-DB geschrieben, sodass sie dort für andere Komponenten des Demonstrators bereitstehen.

 

Die Ergebnisse der Berechnung sind Blindleistungssollwerte für die am Feldversuch teilnehmenden dezentralen Erzeugungsanlagen. Diese Sollwerte werden neben weiteren Informationen über die graphische Benutzeroberfläche ausgegeben, sodass der Netzführer des VNB nach Prüfung der Ergebnisse die Sollwertvorgaben umsetzen kann. Perspektivisch ist auch eine Automatisierung dieses Prozesses möglich, dies ist allerdings nicht Bestandteil des Feldversuches.

 

Ebenfalls über die graphische Benutzeroberfläche erfolgt die Eingabe von Eingangsdaten an das SysDL-Modul. Dies umfasst den gewählten Use Case sowie ggf. die zugehörigen Sollwertvorgaben (z. B. eine in Absprache mit dem ÜNB vereinbarte Blindleistungsvorgabe für einen Netzverknüpfungspunkt).